Forschung

Für die Deutung der Flurnamen werden möglichst alle verfügbaren Daten in verschiedenen Archiven gesammelt. Abgesehen von dieser historischen Aufbereitung der abgegangenen und noch lebenden Flurnamen arbeitet das Forschungsteam eng mit den Gemeinden und Dorfchronisten zusammen. Auf den Flurbegehungen wird mit zwei oder mehreren Gewährspersonen die Landschaft erkundet und dabei die noch lebenden Flurnamen in erster Linie genau lokalisiert sowie deren örtliche Aussprache mit einem Aufnahmegerät aufgenommen. Später werden diese Daten in einer speziellen Lautschrift in die Datenbank eingearbeitet.

Durch die Angliederung an die Universität Basel, können namenkundliche Seminare angeboten und somit der  wissenschaftliche Nachwuchs gewährleistet werden. Dr. Jacqueline Reber hat ihre Dissertation mit dem Titel „Strukturen und Muster in der Namenwelt: Quantitative und qualitative Analyse des Toponymenbestandes der Amtei Olten-Gösgen und Dorneck-Thierstein“ verfasst. Die Dissertation von Dr. des. Beatrice Hofmann-Wiggenhauser untersucht den Wandel im Namengut innerhalb der Interaktion zwischen Mensch, Sprache und Raum. Im Jahr 2003 hat die Schweiz die UNESCO-Konvention Übereinkommen zur Bewahrung des immateriellen Kulturerbes ratifiziert. Seit 2010 wird in den Kantonen Solothurn und Aargau eine bi-kantonale Liste zu diesen „lebendigen Traditionen“ erstellt. Die Orts- und Flurnamen Vorarlberg schafften es 2011 von der UNESCO-Kommission in das nationale Verzeichnis „Immaterielles Kulturerbe“ aufgenommen zu werden. In der Schweiz fehlen bisher Untersuchungen, die Flurnamen als immaterielles Kulturerbe beschreiben.

Im Projekt werden auch immer wieder Studenten als Hilfsassistenten sowie als Praktikanten beschäftigt.